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Kategorie => Der Garten und seine Bewohner => Gartenwetter => Thema gestartet von: wallu am 14. August 2018, 17:06:59

Titel: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 14. August 2018, 17:06:59
Jetzt muß ich doch mal einen Dürre-Thread aufmachen, und sei es nur zur Dokumentation, was hier westlich des Rheins abgeht.

Seit Anfang Juni haben wir 45 mm Regen gehabt (am südlichen Niederrhein gab es örtlich noch weniger) und so wie es aussieht, kommt bis Ende August nichts mehr dazu. Die größte Regenmenge am Stück gab es gestern mit 8 mm. Das heißt wir haben hier einem kompletten Sommer (Juni, Juli, August) ohne richtigen Regen - das ist beispiellos für unsere, eigentlich Dürre-erprobte Region.

Nach den vielen Hitzetagen geht das Ökosystem jetzt komplett in die Knie. Im Garten sind praktisch alle Gehölze inzwischen kahl oder haben nur noch vertrocknetes Laub, z.B. dieser Philadelphus am Grundstücksrand.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 14. August 2018, 17:08:58
Selbst einzelne ausgewachsene, große Eichen haben nur noch vertrocknetes Laub.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 14. August 2018, 17:10:26
Die Wälder schauen inzwischen erbärmlich aus (das Bild ist von letzter Woche, und es ist seither noch schlimmer geworden).
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 14. August 2018, 17:11:39
Hainbuchen, neben Eichen eine der vorherrschenden Laubbaumarten bei uns sind völlig kaputt.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 14. August 2018, 17:17:04
Und im Garten?  Alle Staudenbeete und Steingartenbereiche sowie die Gemüsebeete werden seit Monaten künstlich am Leben gehalten (jeden Abend 1-2 Stunden Gießen), das sind etwa 800m² unserer 2600 m² Grund. Der Rest wird wohl jede Menge Totholz liefern  :'(.

Wie sieht es bei euch aus? Besonders im Osten soll es ja Regionen geben, da hat es noch weniger geregnet als bei uns...
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 14. August 2018, 18:24:52
Hier ist es bei weitem nicht so schlimm. Zwar war es auch sehr trocken. Dass es am 1. Juni 18mm geregnet hat, habe ich ja an anderer Stelle schon geschrieben. Die wenigen Mal, bei denen es zwischen 0,5 und 1,5 mm gaben, kann ich nicht richtig zählen. Dadurch wurde die Luftfeuchtigkeit erhöht, der Regen erreichte aber kaum den Boden.
Nun ist ein kleiner Garten mit einer Nettobeetfläche von ca. 230 m² deutlich einfacher zu bewässern. Natürlich haben einzelne Pflanzen sehr gelitten.
Mein offensichtlichstes Trockenheitsopfer ist Hedera helix 'Congesta', eine Pflanze, die für diese Sorte ungewöhnlich groß ist. Sie steht am Rande eines erhöhten Beetes, bekam dadurch zu wenige Wasser. Da ich am Anfang immer nur nach unten geguckt habe, hab ich es zu spät gemerkt.

Das zweite Bild ist aus dem November 2017
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 14. August 2018, 18:36:42
Seit dem 9. August hat es nun mehrmals geregnet, viele sieht aus wie immer. Gut eingewachsene Pflanzen, selbst Clematis, ältere Pflanzen, hatten wenig Problem.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 14. August 2018, 18:41:37
Der gut wasserhaltende Boden ist in solch einer Situation natürlich ein erheblicher Vorteil, zumal er durch ewigen Regen im Winterhalbjahr wahrscheinlich jede Menge gespeichert hatte.

Vor 3 Wochen habe ich Schneeglöckchen aufgenommen. Dabei habe ich dann festgestellt, dass die oberen 15cm Boden feucht waren, darunter war es dann knochentrocken.

Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 14. August 2018, 18:43:20
Die Felder rundum und die Feld- und Straßenränder sehen ziemlich mitgenommen und gelb bis braun aus.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Purpurstaude am 16. August 2018, 22:10:41
Auch meine Bohnen sind auf der Suche nach Wasser ;-)
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 16. August 2018, 22:22:49
Hast Du ein schönes Regenmessglas. :) :) :)

Gehört zwar nicht zum Thema: ich entschuldige mich.  :o
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Purpurstaude am 17. August 2018, 21:44:37
Hast Du ein schönes Regenmessglas. :) :) :)

Ist aber wahrscheinlich genauso ungenau wie eure anderen ,-). Passt auch nicht hier her, ich weiß.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Christoph Rohlfs am 18. August 2018, 22:37:54
Wenigstens die Cyclamen wachsen und blühen normal, obwohl sie nicht gewässert werden.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Sabine Baumann am 19. August 2018, 00:55:16
Gestern Abend hats hier 5 (!) Liter in die Wüste geregnet. Ist natürlich nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, aber wenigstens ist jetzt wieder was in der Zisterne.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Sabine Baumann am 19. August 2018, 00:58:22
Deine Cyclamen sehen toll aus, Christoph. Irgendwie tröstlich, dass es noch Pflanzen gibt, die mit der Trockenheit kein Problem haben.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: wallu am 19. August 2018, 08:46:47
Meine Cyclamenmassen warten auf Regen, bislang sind nur ganz sporadisch Blüten aufgetaucht. Die lassen sich von Trockenheit anscheinend durchaus beeindrucken  ::).
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Christoph Rohlfs am 19. August 2018, 19:20:53
Das wundert mich. Bei mir haben schon Cyclamen in der Garage geblüht, die ich nach dem Übersommern dort vergessen hatte.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Purpurstaude am 19. August 2018, 22:08:53
Dann sind das ganz besondere Cyclamen. Eine "renommierte" Cyclamengärtnerin hier in der Gegend vertritt auch die Meinung, dass Cyclamen erst blühen, wenn die Witterung wieder feuchter wird.

 
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: ralf neugebauer am 13. Oktober 2018, 07:15:41
Geduld habe ich als Hobbygärtner reichlich - aber was nicht gedeiht   , will eben nicht .
Mein Trockenheitsopfer ist Kalmia ( auch als Berglorbeer bezeichnet ) hier die Sorte Kalmia latifolia "Zebulon" .
Sie steht am Rande eines Beetes, was eigentlich nie ein Problem war. Sie wurde urlaubsbedingt beim Gießen einfach vergessen.

 


 


 
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Jörg Thiele am 14. Oktober 2018, 05:49:36
Ist es sinnvoll vor dem Winter die Stauden nochmals ordentlich zu bewässern? Denn erfrieren heißt ja eigentlich vertrocknen und wenn die Pflanzen trocken in den Winter gehen, kann das passieren. Darauf, dass auch Schnee fällt kann man sich ja nicht verlassen.

Jörg
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Sabine Baumann am 23. Oktober 2018, 19:14:39
Ich weiß nicht, was hier die Lehrmeinung dazu ist, aber ich bin nach wie vor am wässern. Das Laub zieht jetzt zwar ein (wenn es nicht sowieso schon vertrocknet ist), aber die Wurzeln würden ja wahrscheinlich auch irgendwann Schaden nehmen. Ich weiß nicht, wann es hier zum letzten Mal richtig geregnet hat. Alles ist knochentrocken.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Edi am 23. Oktober 2018, 19:38:02
Es staubt nur so vor Trockenheit. Ich habe letzte Woche intensiv mit dem Schlauch gegossen, eben aus der Befürchtung, dass es Stauden und jüngeren Gehölzen schadet, wenn sie so verdurstet in den Frost gehen. Noch dazu sind die Winter mittlerweile auch ziemlich trocken.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Pyxidanthera † am 23. Oktober 2018, 22:33:11
Ich gieße auch noch recht ausführlich, besonders wegen der Immergrünen. Auch habe ich die Befürchtung, dass die Galanthus nicht recht in die Gänge kommen können, wenn sie nicht ausreichend Feuchtigkeit haben.
Die einziehenden Stauden lassen ihr vertrocknetes Laub nicht los wenn es so trocken ist. Das finde ich etwas lästig.
Da es keine Gewähr für mehr Feuchtigkeit in Bälde gibt, finde ich solche Maßnahmen notwendig.
Titel: Re: Das Dürrejahr 2018
Beitrag von: Jörg Thiele am 24. Oktober 2018, 04:37:06
In den letzten zwei Tagen hat es zwar etwas geregnet, aber das reicht nicht. Ich habe schon die Stauden bewässert. Sie sehe seit dem besser aus.

Jörg