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Kategorie => Kultivierung von Pflanzen => Krankheiten und Schädlinge => Thema gestartet von: Pyxidanthera † am 24. Juli 2017, 16:25:32

Titel: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 24. Juli 2017, 16:25:32
Wahrscheinlich trifft es jeden, der Buchs in seinem Garten kultiviert, über kurz oder lang. Oder es hat schon getroffen.
Hier kam die erste Welle des Buchsbaumzünslers vor einiger Zeit. Daraufhin entfernte ich ein gutes Dutzend Pflanzen. Der größere Rest hatt die
Attacke soweit ganz gut überstanden und regeneriete sich zufriedenstellend.

Man beachte die Vergangenheitform! ;D 8)

Vor Kurzem kam eine neue Welle. Nun gibt es kein Halten mehr.


Mein Mann schlug eine Portraitaufnahme des Täters und Anzeige bei der Polizei vor.  ;) ;) ;)
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 24. Juli 2017, 17:18:40
Das war mal ein Gestaltungselement.

Eine gebogene Hecke um die Wasserstelle.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Petra Vogt-Werner am 24. Juli 2017, 18:09:46
Mein Beileid, liebe Pyxie! Wir haben hier im Frühjahr immer Spinnerraupen, die die Weißdorne und mittlerweile auch die Apfelbäume einspinnen und kahl fressen (noch nicht gaaaanz so schlimm, aber auf dem Vormarsch), 500 Meter entfernt spinnen sie im Frühjahr das gesamte Straßengrün ein ???. Wie soll das alles noch enden >:(!
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 24. Juli 2017, 18:22:05
Danke, Petra.
Einen so blöden Schädling hatte ich noch nie. Der hat im nächsten Jahr nichts mehr zu fressen ;D ;D ;D


An einigen Stellen finde ich es nicht so schlimm, da fällt mir schon etwas ein.
Bei anderen bin ich erstmal ratlos.

Das untere Bild zeigt einen ehemals panaschierten Buxus, der verhinderte, dass man einen bestimmten Teil sofort überblicken konnte.  :'( :'( :'(
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Christoph Rohlfs am 24. Juli 2017, 20:36:59
Mein Beileid! Bei uns waren die lieben kleinen Tierchen schon vor 2 Jahren zu Gast. Den Rest haben sie im letzten Jahr erledigt. Zur Rache habe ich sie nach dem Ausreißen der Büsche mit dem Rasenmäher geheckselt .
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Petra Vogt-Werner am 24. Juli 2017, 22:43:52
Sieht echt scheußlich aus! Gefräßige Monster >:(!
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 25. Juli 2017, 13:51:19
Hallo, Ihr Armen!
Kam eine Bekämpfung für Euch nicht in Frage? Ich komme seit einigen Jahren sehr gut klar mit dem Zünsler durch eine zweimal jährliche Spritzaktion mit dem biologischen Bacillus thuringiensis ssp aizawai Mittel XenTari (Dipel ES hat den gleichen Wirkstoff). Ich mache immer, wenn wieder Raupen auftauchen, eine Warn-Rundmail an meine Regionalgruppe. Wenn andere vorher welche finden, geben sie mir Bescheid. Das funkioniert prima. Ich hatte im alten Forum mehrfach über die Bekämpfung geschrieben. Aber damals hat es Euch wahrscheinlich nicht interessiert, weil Ihr selbst noch nicht betroffen wart, oder?
Viele Grüße von
Sabine Baumann
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 25. Juli 2017, 17:52:41
Eigentlich kommt eine Bekämpfung für mich nicht in Frage, da es mir einfach zu aufwendig ist. Es handelte sich um viele keine und einige recht umfangreiche Buchspflanzen. Die ständig abzusuchen (neben schneiden ect.) ist mir zu arbeitsintensiv.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 27. Juli 2017, 22:32:01
Du brauchst sie ja nicht ständig absuchen. Es gibt zwei bis drei Mal im Jahr Zeiten, in denen es erfahrungsgemäß Raupen gibt. Das ist im Frühjahr, sobald es wärmer wird, meist im März/April, und ein zweites Mal im Juni/Juli. Da schaue ich im Vorbeigehen meinen Buchs etwas genauer an. Mit der Zeit sieht man den jungen Befall sehr schnell. Es gibt eine ganz charakteristische Art, wie die jungen Raupen sich eine Art Kokon bauen, indem sie zwei Blätter miteinander verkleben. So geschützt entwickeln sie sich unbehelligt und auch von XenTari nicht erreichbar. Es gilt also den Zeitpunkt abzuwarten, an dem die Raupen ihr Behausung verlassen und als sogenannte 'freifressende Raupen' unterwegs sind. Auch da gibt es Erfahrungswerte, wie lange das dauert. Jetzt wird der komplette Buchsbestand einmal gründlich gespritzt. Meist ist der richtige Zeitpunkt dann Ende April und noch einmal Anfang bis Mitte Juli. Das wars.   

Am Anfang dachte ich auch, ich komme um die Spritzerei drum herum. Ich hab meine Buchse in mühevoller und zeitraubender Handarbeit 'entzünslert'. Aber weil ich doch ziemlich viel Buchs habe (20 Kugeln und ca. 40 Meter Einfassungsbuchs) hab ich bald gemerkt, dass ich das nicht schaffe. Die Bekämpfung mit einem biologischen Mittel (XenTari ist im biologischen Landbau zugelassen) kann ich für mich noch verantworten, Calypso und Co. wäre dagegen nicht in Frage gekommen.     
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 27. Juli 2017, 22:40:15
Und wie komme ich, mit dem Landbau nicht verbunden, an ein solches Mittel.

Habe noch einige Pflanzen, die noch kaum befallen sind :D
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 28. Juli 2017, 00:07:54
Man kann es im Landhandel (Raiffeisen) bekommen oder im Internet bestellen. Firma Neudorff hat mittlerweile auch 'größere' Gebinde (25g für 25 Liter Wasser). Richtig große Gebinde (ab 500g) gibts nur für Profis, dazu braucht man den Sachkundenachweis zum Pflanzenschutz. Dipel ES gibts auch bei Raiffeisen oder im Internet, ist flüssig. Damit hab ich selbst keine Erfahrungen, es wird aber von 'höchster Stelle' - Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe - empfohlen.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Michael Conrad am 28. Juli 2017, 10:05:37
Ich verwende Xentari und bin recht zufrieden damit. Häufig muss man eine Woche später nachbehandeln, weil nicht alle Raupen erwischt wurden, aber insgesamt ist Bacillus thuringiensis ein guter Ersatz für Neonicotinoide und Konsorten.

Erstaunlich, dass man es auch in flüssiger Form kaufen kann. Auf der Gebrauchsanweisung für Xentari steht nämlich, dass man die angesetzte Bakterienlösung innerhalb eines Tages verbrauchen sollte. Da frage ich mich, wie man in dem anderen Flüssigprodukt die Bakterien am Leben bzw. deren Gifte stabil hält.

Just in den letzten Tagen hat sich bei uns die zweite Welle an Zünslern (nach einer ersten Ende März) eingefunden. Der bisherige Schaden ist dank einer Vorbehandlung vor 4 Tagen gering und lässt sich herausschneiden. Damit kann ich leben.

:)
Michael
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 28. Juli 2017, 17:54:56
Habe das Zeug bestellt. Es gibt noch Einges zu retten. Bin gespannt.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 14. August 2017, 18:23:16
Hat jemand eine Ahnung wie lange der Zyklus dieser lieben Tierchen dauert. Zurzeit fliegen hier die Schmetterlinge durch die Gegend und suchen offenbar nach geeigneten Eiablageplätzen.  >:( >:( >:(
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 18. August 2017, 20:19:22
Die fliegen bei mir auch, und zwar jede Menge. Ich bin umringt von Gärten, deren Besitzer nichts gegen den Zünsler tun, die abgefressenen Dinger aber auch nicht rausreißen. Sie treiben jedes Frühjahr wieder aus und werden dann, oder spätestens von der nächsten Generation im Sommer, gleich wieder kahl gefressen. Ursprünglich hieß es, dass die Pflanzen das nicht lange mitmachen, doch daran hab ich nach ca. fünf oder sechs Jahren (?) Buchserfahrung erhebliche Zweifel.

Die Schmetterlinge, die jetzt fliegen produzieren Nachwuchs, der in der ersten Septemberhälfte schlüpft. Die Raupen fressen dann zunächst noch in ihrem Kokon aus zwei zusammen geklebten Blättern. In dem Stadium sind sie für XenTari und Co noch nicht erreichbar. Ab wann genau die Raupen "freifressend" unterwegs sind und von XenTari erfasst werden, hängt vom Witterungsverlauf ab. Manche schaffen es vor dem Winter sich zu verpuppen, andere überwintern als Raupe, um dann ab März /April weiterzufressen.

Beim Zünsler ist es wichtig, immer wieder genau hinzuschauen. Bei mir hat bisher immer eine Spritzung pro Generation gereicht. Die Raupen sollten nicht zu klein sein, weil dann sicher ein Teil noch gar nicht freifressend unterwegs ist. Wenn sie zu groß sind, haben sie in ihrer Entwicklung schon unnötig viel Schaden angerichtet und befürchtungsweise haben sich dann auch schon welche verpuppt, denen das BT dann nichts mehr anhaben kann.

Ein Schnitt Mitte September ist günstig, weil dann ein Großteil der Raupen mit dem Schnittgut entsorgt wird. Alternativ kann man auch Mitte April schneiden mit dem gleichen Effekt. Beim Spritzen nach dem Schnitt braucht man dann deutlich weniger Spritzmittel.  :)
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 18. August 2017, 21:28:32
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das macht mir auch Hoffnung für meine Wasserstellen-Hecke. Reduzieren will ich sie sowieso und die Nodien sehen noch ganz gut aus.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Rainer Reisefüchsle am 14. November 2017, 22:49:21
Bei Gaissmayer wird von einer interessanten, erfolgreichen, ungiftigen Methode berichtet, die sowohl gegen den Pilz, als auch gegen den Zünsler helfen soll:
die Blätter mit Algenkalk bestreuen:

https://www.gaissmayer.de/gartenmagazin/ist-er-doch-zu-retten/
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 15. November 2017, 08:18:40
Das hört sich allerdings wirklich interessant an und wäre einen Versuch wert.  :)
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Heidschnucke am 15. November 2017, 12:17:15
Lucenz und Bender haben auch schon von Erfolgen bei der Anwendung von Algenkalk berichtet.

P. S. : Den Link hätte ich mir vorher ansehen sollen, da ist auch von den beiden Gärtnern die Rede.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Hero am 06. Dezember 2017, 13:34:27
Gesteinsmehl wird auch empfohlen, doch die staubigen Buchskugeln im Garten gefallen mir gar nicht.
Seit drei Jahren benutze ich das Mittel Mimic, das im Weinbau gegen den Sauerwurm eingesetzt wird. Vollkommen ungiftig für Vögel und andere Insekten, nur Raupen häuten sich schneller als normal und das vertragen sie überhaupt nicht.
Im letzten und in diesem Jahr mußte ich nur jeweils 2-mal spritzen und meine vielen Buchspflanzen sind nicht angefressen.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Hortulus am 06. Dezember 2017, 14:09:51
Da wir hier ein Fachforum sind,

weise ich als 1. Stellvertretender Präsident darauf hin, das hier im GdS-Forum keine Pestizide empfohlen werden dürfen, ohne explizit darauf hinzuweisen, das sie nicht für den Einsatz im Haus- und Kleingarten zugelassen sind.


Das Insektizid Mimic hat keine Zulassung für den Haus- und Kleingarten.

Das Insektizid Mimic ist sehr giftig für Wasserorganismen mit Langzeitwirkung.

Hier das Datenblatt (http://www.spiess-urania.com/download/produkte/mimic/mimic_ga.pdf).
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Hortulus am 06. Dezember 2017, 14:41:50
Der Buchsbaumzünsler lässt sich gut durch die Anwendung von

Bacillus thuringiensis dezimieren. Das hier angesprochene Insektizid Xentari wirkt über diesen Bacillus.

Bei der Anwendung dieses Insektizides ist es besonders wichtig, die Buchsbäume bis in das Innere gut zu spritzen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Drucksprühgerät.

Wenn die Raupen gerade aus den Eiern geschlüpf und ca. 1 cm groß sind, ist der Ideale Zeitpunkt für das Spritzen.

Bei der Bestimmung des idealen Bekämpfungszeitpunkts sind Buchsbaumzünslerfallen besonders praktisch. Mit diesen lässt sich der Zeitpunkt des Falterfluges und damit auch der Zeitpunkt der Eiablage des Schädlings feststellen. Ca. 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven aus den Eiern und beginnen zu fressen.

Da Bacillus thuringiensis ein Fraßgift ist, sollte man das Insektizid nur bei warmen Wetter (ab ca. 15°C) anwenden, wenn die Raupen viel Fressen. Auch sollte man darauf achten, dass es in den ersten Tagen nach dem Spritzen nicht regnet, damit das Insektizid nicht vom Regen abgewaschen wird. Nach 10 bis 14 Tagen sollte man die Anwendung nocheinmal wiederholen.
Je nach Größe und Menge der Buchsbäume muss die Insektizidmenge angepasst werden. 1 Gramm “Neudorff – Raupenfrei – Xentari” reicht für 1 Liter Wasser.
Normalerweise entstehen zwei bis drei Buchsbaumzünslergenerationen im Jahr. Für eine Buchsbaumzünslergeneration sollte man jeweils zwei Mal spritzen (mit 10 bis 14 Tagen Abstand).

Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Hortulus am 06. Dezember 2017, 14:46:15
In Franken und sicher auch Andernorts haben die Singvögel gelernt,

die Raupen und Falter des Buchsbaumzünsler gezielt aus den Pflanzen herauszuholen. Durch das Anbringen von Nisthilfen für Spatzen, Rotschwänzchen, Meisen & Co. wird dies kräftig unterstützt.

Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Pyxidanthera † am 06. Dezember 2017, 14:48:47
Der Buchsbaumzünsler lässt sich gut durch die Anwendung von

Bacillus thuringiensis dezimieren. Das hier angesprochene Insektizid Xentari wirkt über diesen Bacillus.

Bei der Anwendung dieses Insektizides ist es besonders wichtig, die Buchsbäume bis in das Innere gut zu spritzen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Drucksprühgerät.

Wenn die Raupen gerade aus den Eiern geschlüpf und ca. 1 cm groß sind, ist der Ideale Zeitpunkt für das Spritzen.

Bei der Bestimmung des idealen Bekämpfungszeitpunkts sind Buchsbaumzünslerfallen besonders praktisch. Mit diesen lässt sich der Zeitpunkt des Falterfluges und damit auch der Zeitpunkt der Eiablage des Schädlings feststellen. Ca. 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven aus den Eiern und beginnen zu fressen.

Da Bacillus thuringiensis ein Fraßgift ist, sollte man das Insektizid nur bei warmen Wetter (ab ca. 15°C) anwenden, wenn die Raupen viel Fressen. Auch sollte man darauf achten, dass es in den ersten Tagen nach dem Spritzen nicht regnet, damit das Insektizid nicht vom Regen abgewaschen wird. Nach 10 bis 14 Tagen sollte man die Anwendung nocheinmal wiederholen.
Je nach Größe und Menge der Buchsbäume muss die Insektizidmenge angepasst werden. 1 Gramm “Neudorff – Raupenfrei – Xentari” reicht für 1 Liter Wasser.
Normalerweise entstehen zwei bis drei Buchsbaumzünslergenerationen im Jahr. Für eine Buchsbaumzünslergeneration sollte man jeweils zwei Mal spritzen (mit 10 bis 14 Tagen Abstand).


Dieses Verfahren und Mittel wurde einige Posts vorher von Sabine Baumann und Michael Conrad schon ausführlich beschrieben.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Hortulus am 06. Dezember 2017, 14:54:04
Ja Pyxi, und doch nicht ausführlich genug.

Insbesondere betreffend Zeitpunkt, Anwendungstemperatur und Häufigkeit.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sabine Baumann am 06. Dezember 2017, 17:04:29
Nach meiner Erfahrung ist es nicht zielführend, die Raupen zu spritzen, solange sie in ihrem Kokon aus zwei zusammen geklebten Blättern sind. Da hinein dringt die Spritzflüssigkeit nämlich nicht. Erst, wenn sie diese Behausung verlassen, sind sie für das Fraßgift zu erreichen. Ab dem Zeitpunkt sind es 'frei fressende Raupen'. Das mag bei einem systemisch wirkenden Mittel anders sein.

Bei mir hat es die letzten Jahre immer gereicht, wenn ich jede Generation einmal gespritzt habe, dies allerdings nicht zu früh, weil zeitlich versetzt schlüpfende Raupen sonst nicht erfasst werden. Ich habe mich von der Vorstellung verabschiedet, dass ich alle Zünsler eliminieren kann, zu groß ist der Zuflug aus benachbarten Gärten, wo nichts gegen den Zünsler unternommen wird. So vertrete ich den Standpunkt, dass es besser ist, den Aufwand möglichst gering zu halten und mit dieser Vorgehensweise doch noch den ein oder anderen Buchsbesitzer zur Bekämpfung zu ermutigen. Meine Buchse kommen mit dieser Vorgehensweise sehr gut klar. Und diese Erfahrungen möchte ich hier einfach weitergeben.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sylvia / Lilafee am 14. Mai 2019, 19:16:35
Jetzt ist der Buchsbaumzünsler auch in Hannover angekommen. Ich hoffe, das die bei mir im Garten lebende Vogelpopulation das auch mitbekommt und ihn als Leckerbissen ansieht.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Heidschnucke am 14. Mai 2019, 19:27:14
 Oh, das tut mir sehr leid. Hier hat er ja im letzten Jahr angefangen, zu fressen. Die Buchse, die nicht geschnitten werden, hat der Zünsler in Ruhe gelassen..
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Waldschrat am 14. Mai 2019, 20:06:15
Jetzt ist der Buchsbaumzünsler auch in Hannover angekommen. Ich hoffe, das die bei mir im Garten lebende Vogelpopulation das auch mitbekommt und ihn als Leckerbissen ansieht.

Vielleicht besser nicht - wie ich gerade anderenorts las:

Die Raupen des Zünslers sind gegen die giftigen Inhaltsstoffe resistent, nehmen die mit dem Buchs auf und speichern sie selbst. Sie werden dadurch für Fraßfeinde ziemlich ungenießbar und giftig.
Wie stark giftig die Raupen werden, ist offenbar nicht gut bekannt.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sylvia / Lilafee am 14. Mai 2019, 21:07:15
Dann muss ich die Raupen wohl sammeln und zerquetschen.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Ommertalhof am 14. Mai 2019, 21:41:11
Hallo zusammen , ich weine unseren Bux keine Träne nach (ausser den weißbunten :'() .
Wir haben vor 8 Jahren ca. 5-600 Stk weggemacht weil da der Pilz drin war.
Teilweise über 2m hohe Sträucher .
Dadurch hat unser Garten völlig neue und artenreichere Stauden und Gehölzpflanzungen bekommen.
Wir haben keinerlei Buxersatzpflanzen gepflanzt , sondern konsquent Staudenanlagen erweitert oder neue gestaltet.
Die 10-15 unbefallenen Buxe hat dieses Jahr der Zünsler entdeckt . In den Jahren vorher haben wir nichts an den Pflanzen gemacht , nicht gedüngt , geschnitten ,gespritzt, gekalkt oder sonst was.
8 Jahre keinerlei Befall , ausser , ein Exemplar ist noch am Pilz erkrankt und weggekommen . Nun haben mindestens 4 den Zünsler . Die Zeit des Bux ist vorbei , bei uns ganz ohne Gift .
Das schafft wieder Platz für neue Stauden :D
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Ommertalhof am 14. Mai 2019, 22:15:57
So sah ein Teil unserer Buxgärten mal aus .


Jetzt sieht es so aus .
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Christian Büning am 15. Mai 2019, 08:26:19
Seit letztem Sommer ist der Zünsler auch bei uns angekommen. Zwei Mannshohe Buchse sind fast kahl, aber sie kämpfen noch. Erstaunlicherweise sind die Stecklinge, die in den Beeten stecken noch vollkommen unberührt. Entweder geht der Zünsler nicht so tief oder sie haben einfach Glück gehabt.

Die neuen Beete im Ommertalhof sehen um Längen besser aus!
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Sylvia / Lilafee am 15. Mai 2019, 20:40:50
Die neuen Beete sehen wirklich super aus
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Ommertalhof am 15. Mai 2019, 21:47:47
Schön , dass Euch das gefällt.
Hier noch ein paar Bilder .
Dort , wo die gelben Spiraea "Magic Carpet" stehen waren vorher auch Buxbäume .
Dieser Gartenteil ist jetzt mit hauptsächlich blau blühenden Stauden gepflanzt.
Links sieht man noch unsere letzten 4 ehemaligen Kugelbuxe in der Hecke .
Die werden wohl dieses Jahr nicht überstehen. ;) 
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Christoph Rohlfs am 15. Mai 2019, 22:05:37
Gut, dass der Zünzler da war. Jetzt sieht es viel besser aus als vorher, besonders jetzt im Frühjahr, wenn das Laub noch seine frische Farbe hat.
Titel: Re: Mein Buchs-Desaster
Beitrag von: Petra Vogt-Werner am 16. Mai 2019, 13:38:49
Ja, das ist jetzt wirklich prächtig geworden! Die Spiraea als niedrige Abgrenzungen gefallen mir ausgesprochen gut.