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Kategorie => Der Garten und seine Bewohner => Tiere im Garten => Thema gestartet von: Hortulus am 22. Dezember 2017, 10:54:42

Titel: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Hortulus am 22. Dezember 2017, 10:54:42
Unsere Insekten, ob nun geliebt oder gefürchtet sind vom Aussterben bedroht.

Es sind nicht nur die Honigbienen, denen ein ökologisches Armageddon droht, wie die Zeit Online titelte.

Ist die intensive Landwirtschaft schuld am Insektensterben? Sind es wir Gärtner und Hobbygärtner? Was auch immer, es wird höchste Zeit dagegen etwas zu unternehmen.

Was mein ihr dazu? Können wir als GdS Mitglieder etwas gegen das massive Insektensterben unternehmen? Sollen wir politisch tätig werden? Ich für meinen Teil bin es bereits seit Jahren als Stefan Strasser von der Lilien-Arche in Erlangen und konnte über die Deutsche Gatenbau-Gesellschaft so manche Mitstreiterin und manchen Mitstreiter gewinnen.

Aber lest selbst und bildet euch eure eigene Meinung dazu. 

Hier der Link
 (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2017-10/insektensterben-fluginsekten-gesamtmasse-rueckgang-studie)
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Sabine Nittritz am 22. Dezember 2017, 13:30:31
Ich fürchte, dagegen werden wir nichts tun können. Weder als GdS noch als einzelne Personen.

Dass es ein Insektensterben gibt, ist z.B. auch daran zu erkennen, dass man ca. 1.500 km im Sommer auf deutschen Straßen fährt und die Windschutzscheibe sieht aus wie neu - d.h. es kleben keine Tierchen daran, wie früher.
Seit mindestens 2 Jahren habe ich im Spätsommer keine Grille mehr zirpen gehört.

Was man dagegen tun kann  ? Nur sehr langfristig kann man da noch - wenn überhaupt - gegensteuern. Immer mehr Menschen brauchen mehr Wohnraum, Arbeitsstellen, Straßen sowie die ganze Infrastruktur, die nun mal zum Leben gehört. Auch mehr Nahrung, also noch mehr Monokulturen. Dazu kommt unsere verdrehte Energiepolitik, die zulässt bzw. so etwas auch noch fördert, dass Mais angebaut wird, um ihn zu Gas zu verarbeiten.

(das war das ketzerische Wort zu Weihnachten) :(
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Hortulus am 23. Dezember 2017, 09:42:32
Gut, Sabine das war eine negative Beurteilung der Gesamtsituation.

Lasst uns nun Projekte auflisten, an denen sich GdS Mitglieder beteiligt haben, sich gerade beteiligen und sich noch beteiligen wollen.

Eines habe ich hier im GdS Forum gefunden.

Ein Himmelbett für Wildbienen
 (https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/Downloads/2013Glockenblume.pdf?__blob=publicationFile&v=2)
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Heinz Meyer am 23. Dezember 2017, 10:30:36

Lasst uns nun Projekte auflisten, an denen sich GdS Mitglieder beteiligt haben, sich gerade beteiligen und sich noch beteiligen wollen.
Egal was und wie viel hier jetzt an Projekten aufgezählt werden, die sicher auch alle wichtig und toll sind für das ganze, auch das was bei uns GdSler im Privaten alles gemacht wird und auch noch gemacht werden soll, wirkt auf das große ganze wahrscheinlich eher so als wenn man versucht mit einem Schnapsglas einen Waldbrand zu löschen. Solange nicht Weltweit alle Regierungen an dem selben Strang ziehen wird das nach meiner Meinung nichts, egal was wir hier anstellen. Jede Futterpflanze für Insekten welcher Art auch immer, die zusätzlich irgendwo wächst, ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Schritte sind verdammt klein und leider hat die andere Richtung 7 Meilen Stiefel an.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Sabine Baumann am 23. Dezember 2017, 11:07:41
Das stimmt natürlich, Heinz. Aber wenn die Bevölkerung Druck auf die Regierungen ausübt, könnte das doch schon was bewirken. Aus dem Grund sehe ich die Chancen für die Insekten verbessert zum einen durch insektengerechtes Gärtnern, zum anderen aber vor allem auch durch Sensibilisierung der Menschen. Darum hab ich z.B. meine Kindergruppe vom BUND. 'Meine' Kinder gehen sorgsam mit der Natur um. Und sie sind Multiplikatoren: sie nehmen Einfluss auf ihre Eltern und Großeltern und andere Menschen in ihrem Umfeld. Es ist immer die Frage, wie komme ich an die Menschen dran. Der Fernseher taugt offenbar nicht mehr zum Aufrütteln, da sind die Zuschauer mittlerweile abgestumpft. Man muss unmittelbarer an die Leute dran kommen.

In den letzten Jahren habe ich zwei Mal in der Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes Kurzvorträge mit Bildern gehalten. Einmal war das Thema 'Artenvielfalt' und beim anderen Mal gings um Wildbienen. Vor dem Gottesdienst wanderte ich mit der Gemeinde durch den Rebberg und zeigte den Leuten mögliche Nistplätze, passende Futterpflanzen und allerlei Fehler, die man in dem Zusammenhang vermeiden kann. Im Vorfeld hatte ich mit einem Team ein großes Insektenhaus gebaut, das nach dem Gottesdienst vom Pfarrer feierlich eingeweiht wurde. Anschließend gabs Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus. Wohlgemerkt, ich bin eigentlich kein Kirchgänger...
Im 'Publikum' saßen bei diesem Event hauptsächlich Leute, die sich nicht groß um Naturschutz gekümmert hatten. Anschließend fingen dann aber einige der Männer an, kleine Nisthilfen zu bauen und im Dorf zu verschenken...

Meine Hoffnung ist auch nicht gerade groß, dass sich mit solchen Aktionen sehr viel beim Großen und Ganzen ändern wird. Aber zumindest will ich mir nicht vorwerfen müssen, dass ich nichts getan habe.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Sabine Baumann am 23. Dezember 2017, 12:50:39
Noch was fällt mir ein, was jeder als Projekt bei sich selber angehen könnte: Fleischkonsum drastisch einschränken! Es muss nicht die totale Abstinenz sein, aber einfach mal versuchen, eine andere Einstellung zum Fleisch zu gewinnen! So wie früher. Fleisch ist etwas besonderes, Fleisch gibts an Sonntagen und Feiertagen. Seid mal kreativ! Es gibt so viel gutes Essen ohne Fleisch und wenn Ihr mal überlegt, wieviel Fläche im Getreideanbau gebraucht wird, um ein Rind satt zu kriegen und wieviel davon im direkten Verzehr dem Menschen reichen würde, ich meine, es ist ein Faktor 10, nagelt mich aber nicht fest - jedenfalls ist es grass. Die Landwirtschaft könnte wesentlich umweltverträglicher sein, wenn sie nicht so viel aus der Fläche rausholen müsste. Das wär doch mal ein Ansatz, oder?
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Hortulus am 24. Dezember 2017, 05:46:42
Das Hortus Netzwerk.

Das Hortus Netzwerk ist ein Netzwerk von Menschen die bereit sind aktiv daran mitzuwirken mehr für die Natur in ihren Gärten zu tun.
Es gibt bereits tausende die ihren Garten in eine Oase für Insekten, Tiere und Pflanzen verwandelt haben. Darunter nicht wenige GdS Mitglieder.

Ich selbst bin mit meinem Hortus Lilium, sowie dem Schulgarten Hortus Erlangius in dem ich Schulgartenunterricht halte, vertreten.


Hier der Link zum Hortus Netzwerk (http://hortus-insectorum.de/das-hortus-netzwerk/)

Hier der Link zum Hortus-Netzwerk Forum
 (http://www.hortus-netzwerk.info/)

Frohe Weihnachten Freunde
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Anita Boehmer am 24. Dezember 2017, 10:42:20
Meine Hoffnung ist auch nicht gerade groß, dass sich mit solchen Aktionen sehr viel beim Großen und Ganzen ändern wird. Aber zumindest will ich mir nicht vorwerfen müssen, dass ich nichts getan habe.
Liebe Sabine, ich bin fest der Ansicht, dass wenn jeder Einzelne von uns sein Bestes gibt um den bedrohten Insekten ein geeignetes Umfeld zu geben, dann ist das schon ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Viele Naturfreunde sind für dieses Thema sensibilisiert. Natürlich können wir nichts gegen die eigentlichen Verursacher tun, aber ich finde: Weniger ist besser als nichts. Lasst es uns gemeinsam tun.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Anita Boehmer am 24. Dezember 2017, 10:50:57
Gut, Sabine das war eine negative Beurteilung der Gesamtsituation.

Lasst uns nun Projekte auflisten, an denen sich GdS Mitglieder beteiligt haben, sich gerade beteiligen und sich noch beteiligen wollen.

Eines habe ich hier im GdS Forum gefunden.

Ein Himmelbett für Wildbienen
 (https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/artenschutz/Downloads/2013Glockenblume.pdf?__blob=publicationFile&v=2)

Gerne füge ich ein weiteres Projekt aus Schleswig-Holstein hinzu:
Gemeinsam für mehr Artenschutz: LLUR und Stiftung Naturschutz fördern die "Blume des Jahres 2015"- den Teufelsabbiss - und mit ihm seltene Insekten!

Der Teufel ist aber sicher nicht der Grund dafür, dass der früher häufige Teufelsabbiss mittlerweile in Schleswig-Holstein sehr selten geworden ist und auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen steht. Das Kardengewächs besiedelt Magerwiesen, Heiden und Moore. Seine Lebensräume wurden größtenteils durch Umbruch, Düngung und Aufforstung zerstört.
Dabei ist die Pflanze während ihrer Blütezeit im Spätsommer mit ihren blauvioletten Blüten ein wahrer Magnet für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Auch der bei uns bislang verschollene Goldene Scheckenfalter, den die Stiftung Naturschutz in ihrem Aurinia-Projekt wieder aktiv bei uns im Norden ansiedelt, benötigt den Teufelsabbiss: nur an seinen Blättern fressen die Raupen des Schmetterlings.
Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) lädt auch in diesem Jahr – diesmal in Kooperation mit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein – die Bürgerinnen und Bürger wieder zu einem Mitmach-Projekt ein: lassen Sie uns gemeinsam Schleswig-Holstein ein wenig mehr lila-blauviolett erstrahlen! Machen Sie mit und pflanzen Sie Teufelsabbiss in ihren Garten! Sie tragen damit zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt bei und helfen einer rückläufigen Pflanzenart sowie den daran angepassten Insekten.
Succisa pratensis, so der wissenschaftliche Name der Blume des Jahres 2015, fühlt sich nicht nur auf nährstoffarmen Böden in der Landschaft wohl, auch im naturnahen Garten freut sich die Staude – und mit ihr viele Insekten – über ein sonniges Plätzchen im Wildpflanzenbeet, dem Kübel oder auf der extensiven Wiese. Da eine Kältephase den Keimerfolg fördert, sollte die Aussaat noch in den letzten Frosttagen des Frühjahrs oder erst im kommenden Herbst erfolgen.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Hortulus am 26. Dezember 2017, 16:41:01
Danke Anita, super Sache.

LG aus Düsseldorf
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Jörg Thiele am 08. April 2018, 20:10:51
Beobachtungen in meinem Garten ergeben eher, dass die Insektenanzahl und die Artenvielfalt mindestens konstant geblieben ist. Das liegt aber wohl daran, dass das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten in innerstädtischen oder stadtnahen Gebieten günstiger sind als in rein landwirtschaftlich genutzten Gebieten. In Gärten werden immer häufiger durch die Besitzer Nistmöglichkeiten (Insektenhotels, Totholzbereiche u.ä.) geschaffen. Die zunehmende Beliebtheit von Stauden und Sommerblumen erhöhen das Nahrungsangebot für Insekten. Es könnte auch sein, dass in Gärten und stadtnahen Parkanlagen wesentlich weniger chemische Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen. Deshalb, so vermute ich, wandern Insekten in die stadtnahen und städtischen Bereiche ein.
Ich selbst verwende konsequent keine chemischen Pflanzenschutzmittel im Garten und sorge mit Insektenhotel und Totholzbereichen für Unterschlupf von Insekten. Auch die Pflege vieler Wildkräuter und Stauden hilft den Insekten. Im Umkreis von vielleicht 5 km sind keine landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Jörg
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Ninotschka am 10. April 2018, 20:32:23
Letztes Jahr hatte ich mein erstes Bienenhotel aufgestellt: Ein Holzblock mit verschiedenen Bohrungen. Das war ziemlich schnell ausgebucht, so dass ich noch Bambusstäbe auslegte. Die wurden ebenfalls gut angenommen. Dieses Jahr habe ich mir einen Nistblock bestellt. Was mir daran gut gefällt, ist die Tatsache, dass man den Block auseinander nehmen kann und die einzelnen Platten dann leicht zu reinigen sind. Wie wichtig die gründliche Reinigung ist, war mir vorher nämlich bewusste gewesen. Das blöde ist jetzt nur, dass die Bienen anscheinend kein Interesse an einer Belegung zeigen! Bin da ziemlich ratlos. Zum Einen, weil das Teil nicht ganz billig war und zum anderen, weil ich sonst keine "freien Zimmer" für die Bienen habe...
Hat jemand einen Tipp für mich?

P.S. Die Niströhren, die aufgehängt habe werden nur von wenigen Bienen angenommen. Scheinen auch nicht wirklich der Renner zu sein.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: ralf neugebauer am 11. April 2018, 05:22:11
Dieses Jahr habe ich mir einen Nistblock bestellt.  Das blöde ist jetzt nur, dass die Bienen anscheinend kein Interesse an einer Belegung zeigen!

P.S. Die Niströhren, die aufgehängt habe werden nur von wenigen Bienen angenommen. Scheinen auch nicht wirklich der Renner zu sein.
Kannst du mal ein Foto schicken ,wie das Ding aussieht.
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: RosaRot am 11. April 2018, 11:13:46
Hier summt und brummt es wenn die Sonne scheint. Offenbar gibt es genug Totholz, Mauern, offene Stellen, damit alle einen Platz finden. Langsam müsste ich mal lernen, wer da alles wohnt...
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Ninotschka am 11. April 2018, 20:53:25
Habe Fotos aus dem Internet gewählt. Inzwischen hat auch die erste Biene das Hotel entdeckt und belegt die erste Zelle. Ich hoffe, es werden noch mehr Bienen folgen...
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: ralf neugebauer am 12. April 2018, 04:15:57
Habe Fotos aus dem Internet gewählt. Inzwischen hat auch die erste Biene das Hotel entdeckt und belegt die erste Zelle. Ich hoffe, es werden noch mehr Bienen folgen...
Danke,
jetzt kann ich mir darunter etwas vorstellen. ;D!
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Michael.Kiessling am 12. April 2018, 04:36:45
das ist ein Thema welches mich richtig krank macht- die Naturblindheit und Gleichgültigkeit derer gegenüber von Bauern finde ich unerträglich- besonders schäbig finde ich kranke Subventionen unserer Politik dieses Dilemma auch noch massiv auszuweiten. Das anfänglich wirklich ökologisch sinnvoll gedachte Prinzip der Biogasanlagen wurde von vielen schamlos ausgenutzt und bis ans letzte ausgereizt, das MUSS umgehend korrigiert werden. Es kann nicht sein, dass durch Maiswüsten nicht nur Böden sondern auch das Trinkwasser dauerhaft geschädigt werden. Besonders krank finde ich die Tatsache, dass oftmals der Mais viele km von dazu gepachteten Ländern oder sogar aus Polen(!) hergekarrt werden. Naturverachtender und habgieriger kann man nicht mehr wirtschaften, die Landwirte brauchen sich nicht zu wundern, dass sie einen so schlechten Ruf genießen- desweiteren gehört endlich biologische Landwirtschaft besser gefördert und nicht mit krankhaften (gewollten) Regeln gebremst, lediglich um dem massiven Einfluss der Pflanzenschutzmittellobby und Düngemittelindustrie einen Gefallen zu tun. Lebensmittel gehören regional angebaut und nicht in der Welt spazieren gefahren. All diese Subventionen gehören gestrichen- jemand der seinen Boden und die Natur zerstört gehört nicht gefördert sondern sollte bestraft werden! Es macht mich unendlich traurig wie karg es mittlerweile in unserer Natur geworden ist- es gibt keine Blumenwiesen mehr weil der Bauer meint er müsse 5-7x im Jahr mähen- umso mehr sehe ich es als meine Verpflichtung zumindest im eigenen Garten kleine Oasen zu schaffen. Hier schwärmen noch Schmetterlinge, Wildbienen...umher, auch Grillen sind hier sehr aktiv und eine Wohltat für meine Ohren. Es schwirren Libellen um unseren Teich- es sollte sich einmal jeder an der eigenen Nase packen und überlegen was er dazu beiträgt- ich habe z.B. kein eigenes Auto,wir leben in einem Passivhaus (selbst das hat hier unendlich viel Nerven und Überzeugungskraft gekostet) kaufe soweit es geht regional und Bio ein, sehr wenig Fleisch. Rasen ist für mich undenkbar, da kann ich gleich einen Plastikteppich verlegen- Urlaub fahren wir aus Überzeugung nicht, besonders Luxusdampfer sind DIE Dreckschleudern schlechthin, aber das alles interessiert nur eine winzige Randgruppe der Bevölkerung. Wichtig ist der dicke SUV vor der Haustür, 3x im Jahr in Urlaub...da fehlt es noch himmelweit, sonst würden die Wahlergebnisse aber richtig anders aussehen. Ja, ich bin stolz auf das alles hier, aber nicht nur in unserem Ort wohl die absolute Ausnahme, die Wirklichkeit sieht leider richtig mies aus. Und es wird sich wohl auch weiter nicht groß etwas ändern, solange es Parteien immer wieder schaffen mit Lügen und falschen Versprechungen ihre Wähler einzufangen- die das alles auch noch glauben. Einzig und alleine die Wirtschaft zählt, für die Natur bleibt da nicht viel- die Konsequenzen müssen alle tragen-
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Jörg Thiele am 13. April 2018, 06:31:04
Ich kann Michael nur beipflichten. Aber die Mentalität vieler ist doch "billig, billig und noch mal billig" und solange die so bleibt, wird sich nicht viel ändern.
Gute und umweltverträglich produziertes kostet nun mal etwas. Das sollten alle begreifen.

Jörg
Titel: Re: Insekten - Insektensterben
Beitrag von: Sabine Baumann am 14. April 2018, 00:09:55
Michael, das hast Du echt toll geschrieben.