Autor Thema: Stauden in Trockenmauern  (Gelesen 1491 mal)

Ommertalhof

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #15 am: 16. Dezember 2018, 10:35:17 »
Hier noch ein Bild von einer Dendera Mauer . Das sind Mauern mit Wellenlinien.

Gartenplaner

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #16 am: 18. Dezember 2018, 00:22:28 »
@Ommertalhof:
Wunderbare Mauern - da habt/hattet ihr einen sehr geübten, begabten Mauerbauer zur Hand?

Ich hab dagegen nur eine relativ kleine Trockenmauer, die einerseits eine terrassierte Fläche abfängt, die wiederum die gesamte Neigung meiner Gartenfläche deutlicher machen soll, andererseits auch eine alte Grenzlinie nachzieht - entweder unter- oder oberhalb der Mauer verlief früher mal ein öffentlicher Weg bis Anfang der 1930er.
Ein Galabaubetrieb baute 2011 die Mauer, der Chef "überrumpelte" mich etwas, als er mir sagte, dass sie die Mauer mit Boden hinterfüllen, ich wolle ja die Fugen bepflanzen.
Fachgerecht wäre eine Hinterfüllung mit Schotter gewesen, um das Wasser besser abzuführen und Erdbewegungen durch Frieren und Tauen zu verhindern.
So haben sich die obersten 3 Steinreihen etwas nach hinten geneigt, weil die Erde sich wohl noch nachträglich setzte.
Aber er hatte recht - die Fugen lassen sich recht gut bepflanzen....










ralf neugebauer

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #17 am: 18. Dezember 2018, 06:43:16 »
Herzlich willkommen Gartenplaner ,
kannst du mir sagen , was das für eine Nelke ? auf dem letzten Foto in der Steinmauer ist ?

Ommertalhof

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #18 am: 18. Dezember 2018, 08:34:10 »
Hallo Gartenplaner , schöne Mauer . Wir , das sind meine Frau und ich sind Profis und bauen diese Mauern selber . Bei uns werden die Stauden aber sofort beim Bauen der Mauer gepflanzt und nicht nachträglich in die Fugen gefummelt  ;)
Hallo Ralf , könnte eine Dianthus gratianopolitanus sein .
Grüsse vom Ommertalhof

Gartenplaner

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #19 am: 18. Dezember 2018, 15:36:16 »
Herzlich willkommen Gartenplaner ,
kannst du mir sagen , was das für eine Nelke ? auf dem letzten Foto in der Steinmauer ist ?
Danke fürs Willkommenheißen!
Die sehr dichte, zungenartig herabhängende?
Das ist, wenn richtig geliefert, Dianthus plumarius 'Albus-Plenus', 2011 gepflanzt.
Sie wächst sehr kompakt dichtbuschig, aber immer mehr in die Länge, lässt sich recht gut von den abgeblühten Blütenständen säubern.
Die "struppigere" auf dem ersten Bild weiter hinten ist eine gefüllt dunkelrotblühende, die aus einem Sortiment englischer "garden pinks" bei einem Gärtner stammt, erstaunlich langlebig, die hatte ich mal in den 90ern gekauft....da ist es mühsamer, Verblühtes abzumachen.

@Ommertalhof:
Oha, Respekt!
Macht ihr dann eine Schotterhinterfüllung hinter der Mauer?
Und Pflanzen setzt ihr mit einem "Erddocht" durch den Schotter bis zum Erdreich dahinter in die Fugen?
Hab mal irgendwo gelesen, dass das eine Methode wäre, die es den Pflanzen einfacher macht.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2018, 15:52:59 von Gartenplaner »

Ommertalhof

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #20 am: 18. Dezember 2018, 16:14:23 »
Ja genau so machen wir das , allerdings braucht es nicht unbedingt diesen Erddocht , da die meisten Pflanzen für den Standort auch in Schotter wurzeln .
Die Mauerfugen sind bei unseren Mauern nicht mit Erde versehen , das führt nämlich im ungünstigsten Fall zum Auffrieren .
Pflanzen mit Rhizomen wachsen auch durch unverfüllte Steinlagen . Hier zB. die Cymbalaria pallida und campanula portenschlagiana.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2018, 17:08:46 von Ommertalhof »

Christoph Rohlfs

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #21 am: 18. Dezember 2018, 17:22:43 »
Campanula portenschlagiana ist aber gefährlich. Sie wird in wenigen Jahren sämtliche Fugen erobern.

Gartenplaner

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #22 am: 19. Dezember 2018, 11:34:25 »
Auch Cymbalaria muralis hat mich in Punkto Wüchsigkeit vor einigen Jahren überrascht - vor allem an dieser südwestlich ausgerichteten, also vollsonnigen, Mauer!



Das war 2014, man sieht auch die rote Nelke blühend.
Ich hab es dort wieder rausgerupft, weil ich den Eindruck hatte, dass es problemlos alles andere überrollen könnte....

Ommertalhof

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #23 am: 19. Dezember 2018, 17:14:46 »
Campanula portenschlagiana ist aber gefährlich. Sie wird in wenigen Jahren sämtliche Fugen erobern.
Hallo Christoph  , ich finde das gar nicht schlimm , wenn die Mauern auch im Winter immergrüne Stellen haben .
Da die Mauersteine tatsächlich "trocken", also ohne Erde aufgeschichtet werden , hat es Pflanze auch schwer sich darin auszubreiten .
Die Mauer mit der Campanula ist 7 Jahre alt und das Bild von vor ca. 8 Wochen . Die Cymbalaria pallida kann da schon ehr alles zuwuchern . Aber ich mag´s üppig .

ralf neugebauer

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #24 am: 19. Dezember 2018, 17:18:52 »
Campanula portenschlagiana ist aber gefährlich. Sie wird in wenigen Jahren sämtliche Fugen erobern.
Hallo Christoph  , ich finde das gar nicht schlimm , wenn die Mauern auch im Winter immergrüne Stellen haben .
Da die Mauersteine tatsächlich "trocken", also ohne Erde aufgeschichtet werden , hat es Pflanze auch schwer sich darin auszubreiten .
Die Mauer mit der Campanula ist 7 Jahre alt und das Bild von vor ca. 8 Wochen . Die Cymbalaria pallida kann da schon ehr alles zuwuchern . Aber ich mag´s üppig .
Das sieht ja richtig gemütlich aus .  ;)

Ommertalhof

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #25 am: 19. Dezember 2018, 17:37:02 »
Hallo Ralf , Danke  :)
Und die Bilder sind aus dem Mai , nicht vor 8 Wochen .
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2018, 20:54:13 von Ommertalhof »

Christoph Rohlfs

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #26 am: 19. Dezember 2018, 18:15:59 »
Campanula portenschlagiana ist aber gefährlich. Sie wird in wenigen Jahren sämtliche Fugen erobern.
Hallo Christoph  , ich finde das gar nicht schlimm , wenn die Mauern auch im Winter immergrüne Stellen haben .
Da die Mauersteine tatsächlich "trocken", also ohne Erde aufgeschichtet werden , hat es Pflanze auch schwer sich darin auszubreiten .
Die Mauer mit der Campanula ist 7 Jahre alt und das Bild von vor ca. 8 Wochen . Die Cymbalaria pallida kann da schon ehr alles zuwuchern . Aber ich mag´s üppig .
Ich habe die Campanula portenschlagiana in einer allerdings nur 3 Steine hohen Trockenmauer (nach Norden ausgerichtet) anstelle eines Gartenzaunes zur Strasse hin. Hinter der "Mauer" stehen Rhododendren, Kalmien, winterharte Fuchsien und Farne im Hausschatten. Die Erde direkt hinter den Steinen ist auf diese Pflanzen ausgerichtet. Deshalb wuchern die Campanula fürchterlich. Ramonda, Haberlea und verschiedene Saxifraga musste ich davor retten.

« Letzte Änderung: 19. Dezember 2018, 18:18:07 von Christoph Rohlfs »

Christoph Rohlfs

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #27 am: 19. Dezember 2018, 18:19:24 »
Sorry, da ist mir gerade beim Zitieren ein Fehler unterlaufen, den ich nicht mehr wegkriege. Aber ich glaube, es ist auch so ersichtlich, was ich meine.

Sabine Baumann

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #28 am: 19. Dezember 2018, 20:07:54 »
Cymbalaria muralis hat sich bei mir mittlerweile ziemlich unbeliebt gemacht, weil sie einfach überall auftaucht, in den Beeten, auf den Wegen, zwischen Pflaster und in den Mauerfugen sowieso. Sie spinnt alles ein, was ihr in den Weg kommt.
Zum ersten Mal hatte ich sie in Mauerfugen eines alten Klosters auf Iona, einer kleinen Insel der Inneren Hebriden vor Schottland, gesehen. Das sah ganz bezaubend aus. Ich hätte nie gedacht, dass sich dieser süße Krabbler zu so einem Monster entwickeln kann.

Christoph Rohlfs

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Re: Stauden in Trockenmauern
« Antwort #29 am: 20. Dezember 2018, 16:42:18 »
Hier sieht man, wie Campanula portenschlagiana in meinem Mäuerchen wuchert. Dabei hatte ich nach der Blüte alles, was ich erreichen konnte, herausgerissen. Die Ramonda links kann sich nur mit meiner Hilfe behaupten.
Trockenmauer ist etwas übertrieben, denn links sieht man den Zement in den Fugen. Da geht es um die Ecke, die meine Frau und der Nachbar schon mit ihren Autos vermessen haben. Deshalb ist die Mauer dort verstärkt, ansonsten aber ohne Zement.
« Letzte Änderung: 20. Dezember 2018, 16:45:03 von Christoph Rohlfs »