Autor Thema: Penstemon digitalis  (Gelesen 386 mal)

Ommertalhof

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Penstemon digitalis
« am: 15. Dezember 2018, 11:59:21 »
Hallo zusammen ,
ich bin ein grosser Freund von Penstemon digitalis , hier gerne die rotblättrigen Sorten "Dark Tower" und "Husker Red" und die Art hirsutus .
Bei fast allen Pflanzen , ca. 30Stück kommt seit Jahren ein Phänomen vor , nämlich , dass die Stauden aus ihrem Substrat "flüchten" wollen .
Das sieht dann so aus , dass die Staudenwurzeln in der Erde absterben und sich an den bodennahen Stängeln Luftwurzeln bilden , die aber oft keinen Bodenkontakt mehr haben .
Für uns heisst das dann jedes mal : Pflanze raus , Bodenbearbeitung und wieder tiefer setzen . Die Stauden stehen an unterschiedlichen Standorten in verschiedenen Substraten .
Hat einer von Euch das auch ?
Wes schlagt Ihr als nachhaltige Lösung vor ?
Grüsse vom Ommertalhof

wallu

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #1 am: 15. Dezember 2018, 15:47:38 »
Bei mir stehen diverse P. digitalis-Sämlinge (von grüner bis roter Blattfärbung). Das beschriebene Phänomen ist bislang nicht aufgetaucht. Alle scheinen wüchsig und langlebig, nur den Kahlfrost diesen Februar/März haben einige übelgenommen.
Viele Grüße aus der Rureifel

Ommertalhof

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #2 am: 15. Dezember 2018, 16:27:40 »
Hallo wallu stehen die bei Dir besonders trocken oder im "normalen" Boden ?

Christoph Rohlfs

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #3 am: 15. Dezember 2018, 16:55:38 »
Meine Sämling (die Art und die Sorte Huskes Red haben sich im Lauf der Jahre vermischt) benehmen sich ebenfalls ganz normal.

Gartenkaiser

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #4 am: 17. Dezember 2018, 15:29:55 »
Penstemon digitalis war in meinem "Sandgarten" in Neustadt die mit Abstand langlebigste Art. (Damals gab es noch nicht 'Husker's Red', bzw. die Art war noch wenig bekannt.) Nach meinen Aufzeichnungen pflanzte ich die ersten 1986 und dann noch einmal 1987. 1996 habe ich vermerkt, dass die Pflanzen immer noch leben. Danach gibt es zwar keine Aufzeichnungen mehr ob sie leben, aber soweit ich mich zurück erinnere, existierten 2 Pflanzen noch an der selben Stelle, als ich 2007 den Garten verkaufte. Ich kenne keinen Penstemon, der langlebiger ist, allerdings auf dem richtigen Boden.
3 Exemplare von 'Husker's Red', gepflanzt in den lehmigen, aber eher dichten Boden hier in Coburg, waren 2 Jahre später komplett verschwunden.
Über die Fachgruppe "Wildstauden", die ich jahrelang geleitet habe, war ich mit der Penstemon-Fachfrau Thea Unzner aus Schöneiche b. Berlin befreundet. Sie war Mitglied der US-amerikanischen Penstemon Society und erhielt von dort jede Menge Samen. Ich bekam oft Jungpflanzen von den verschiedensten Arten. Viele Arten überlebten den damals noch strengen Winter am Südabfall des Thüringer Waldes nicht.
Nach Thea Unzners Aussagen lieben die meisten Arten sandige, auch steinige, auf jeden Fall durchlässige Böden. Welche Arfahrungen gibt es von anderen Standorten?
Penstemon hirsutus wuchs im "Sandgarten" in Neustadt ebenfalls sehr gut und war vällig winterhart. Allerdings ist die Art nicht sehr langlebig, soll sich aber durch Selbstaussaat erhalten. Ich schätze deshalb die Art auf passenden Böden als "Pionierstaude", die bereits im ersten Jahr blüht, wenn die anderen Stauden noch am heranwachsen sind (Blütenfarbe muss natürlich passen).
Blumige Grüße aus Coburg vom Gartenkaiser!
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wallu

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #5 am: 17. Dezember 2018, 16:48:35 »
Hallo wallu stehen die bei Dir besonders trocken oder im "normalen" Boden ?

Die stehen bei mir in ganz normalem Gartenboden (kalkfreier Mittelgebirgsboden) und im Sommer eher zu trocken als zu nass (Regenschatten der Eifel). Sie wurden 2010 gesät und seither gab es keine Ausfälle. Jedes Frühjahr gibt es eine dünne Lage aus Komposterde.
Viele Grüße aus der Rureifel

Ommertalhof

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #6 am: 17. Dezember 2018, 18:07:22 »
Hallo zusammen , vielen Dank für die Antworten .Dann werde ich die Böden beim nächsten Tiefersetzen noch trockener gestalten .
Bin mal gespannt ob die dann langlebiger werden .

Grüsse Frank

Christoph Rohlfs

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #7 am: 17. Dezember 2018, 19:01:51 »
Über die Langlebigkeit kann ich keine genauen aussagen machen, da die reichlichen Sämlingspflanzen sich nicht von den Mutterpflanzen unterscheiden lassen. Meine Schwiegertochter hat sich bei mir beschwert, dass "das Zeugs" langsam den ganzen Garten in Besitz nimmt.In der Tat musste da viel weggehackt werden.

Sabine Nittritz

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #8 am: 17. Dezember 2018, 20:04:29 »
Wir haben Penstemon digitalis seit 2002 im Garten. Er wächst entlang eines Waschbetonweges, direkt an der Kante entlang in einem eher lehmigen Boden. Er hat sich vermehrt, wird aber überhaupt nicht lästig. Er steht vollsonnig. Das Aus-der-Erde wachsen macht er bei uns nicht.
Das schönste an der Gartenarbeit ist, dass man sie so lange hinausschieben kann, bis sie keinen Sinn mehr macht.

Sabine Baumann

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Re: Penstemon digitalis
« Antwort #9 am: 17. Dezember 2018, 23:12:16 »
Macht er bei mir auch nicht. Hier steht er auf 'schluffigem Lehm' und ist so ziemlich der einzige Penstemon, der sich langfristig hält.