Autor Thema: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem  (Gelesen 1884 mal)

Heinz Meyer

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #15 am: 13. Dezember 2017, 06:52:26 »
Flussbarsche sind sicher nicht zu Groß für Deinen Teich.

Sie werden in der Regel 20 bis 25 cm, in 4 bis 8 Jahren und erreichen dabei selten mehr als 800 bis 1.000 Gram Gewicht.
Der Flussbarsch ist der wohlschmeckendste Süßwasserfisch überhaupt. Sollte er mal zu Groß werden, in die Pfanne damit.
Aber außer vielleicht ein paar großen Fröschen die dann trotzdem noch quacken können haste kein Tier mehr im Teich weil der Barsch alles frisst was ins Maul passt. Mach doch ein Sumpfbeet daraus, einfach mit Erde auffüllen und bepflanzen. 
Schöne Grüße aus Ostfriesland

                    Heinz

Sabine Baumann

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #16 am: 13. Dezember 2017, 09:15:54 »
Das mit dem Sumpfbeet würd ich dann wahrscheinlich machen. Wenn es viel regnet würde dann sicher auch ab und zu etwas Wasser drin stehen. Da gibts ja dann diverse Amphibien, die das mögen. Aber mit wie wenig Wasser kommt der Teichfrosch klar? Klopft der gleich wieder an, sobald sich mal ne Pfütze am Teichgrund bildet?

Hortulus

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #17 am: 13. Dezember 2017, 09:49:57 »
Auffüllen und dadurch in ein Sumpfbeet wandeln, kommt einer Massenvernichtung an Biodiversität gleich.

Frösche und Molche sind dann sicher keine mehr am Leben. Gleiches gilt für Köcherfliegen, Libellenlarven, Gelbrandkäfer, Wasseramsel, Wasserwanzen,
Wasserspitzmaus & Co.

Das einsetzen natürlicher, heimischer Räuber, die für ein natürliches Gleichgewicht sorgen, erschein mir sinniger.
Stefan Strasser, Vizepräsident der GdS und Leiter der Fachgruppe Lilien. Koordinator Teilnetzwerk Lilium der Deutschen Genbank Zierpflanzen.
Macht alle mit, denn gemeinsam können wir mehr erreichen.

Heinz Meyer

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #18 am: 13. Dezember 2017, 10:18:31 »
Auffüllen und dadurch in ein Sumpfbeet wandeln, kommt einer Massenvernichtung an Biodiversität gleich.

Frösche und Molche sind dann sicher keine mehr am Leben. Gleiches gilt für Köcherfliegen, Libellenlarven, Gelbrandkäfer, Wasseramsel, Wasserwanzen,
Wasserspitzmaus & Co.

Das einsetzen natürlicher, heimischer Räuber, die für ein natürliches Gleichgewicht sorgen, erschein mir sinniger.
Die Wasseramsel kommt nicht an so einem Teich, die brauchen schnell fließende Bäche. Wenn in einem Teich dieser Größenordnung auch nur einen Barsch einsetzt wird der innerhalb eines Jahres sämtliche andere Getier was du aufgezählt hast gefressen oder vertrieben haben. Dann ist der Teich faunamäßig auch hinfällig und der Barsch verhungert.
Schöne Grüße aus Ostfriesland

                    Heinz

Sabine Baumann

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #19 am: 13. Dezember 2017, 13:08:55 »
Ich brauche den Teich nicht aufzufüllen, weil er sowieso mit Erde ausgefüttert ist. Ich gehe auch nicht davon aus, das der Zustand lange so bleiben muss. Es würde ein Biotop anderer Art entstehen, ein Angebot an Bewohner wechselfeuchter Stellen. Ich würde das ganze zusätzlich mit Sumpfpflanzen bestücken und warten was kommt.

Sicher ist das nicht optimal, aber was ist in so einer Situation schon optimal? Jedenfalls ist es nicht nur ein Becken für einen einzelnen (oder drei) Räuber, der alles andere wegfrisst. Und das Gequake wäre auch gleich weg und nicht erst, wenn die Barsche so groß sind, dass sie auch ausgewachsene Teichfrösche fressen. Das Argument 'Fische in die Pfanne' zieht bei mir leider auch nicht wirklich, weil ich Vegetarier bin... 😇

Ich ruf nachher mal einen Amphibienfachmann an, den ich vom Naturschutz her kenne. Mal sehen, was der mir rät.
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2017, 13:10:31 von Sabine Baumann »

Sabine Baumann

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #20 am: 14. Dezember 2017, 10:33:09 »
Also, hier kommen die Vorschläge des Amphibienexperten:

In jedem Fall im Frühling  das Wasser abpumpen. Dann schlägt er zwei Vorgehensweisen vor.
Entweder warten, bis sich alle Frösche getrollt haben, dann einen 60 cm hohen feinmaschigen Maschendrahtzaun um den Teich errichten und den Teich wieder befüllen.
Oder das Wasser beim Abpumpen nicht gleich ganz entfernen, sondern zum Ende hin immer wieder Mal ein paar Tage warten, ob es den Fröschen schon zu wenig ist, sodass sie abziehen. Dieses Niveau könnte man dann beibehalten. In der Restpfütze könnten kleinere Teichbewohner überleben.


Sabine Baumann

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Re: Teichfrösche entwickeln sich zum Problem
« Antwort #21 am: 06. April 2018, 00:47:41 »
Mittlerweile ist die alte Dame von nebenan gestorben. Ich werd jetzt erstmal gar nichts machen und hoffe, dass ihre Schwiegertochter jetzt wieder besser schläft und nicht von den Fröschen geweckt wird. Gestern habe ich gründlich im Teich gekrautet und dabei zwei winzige Fröschlein gefangen und umgesiedelt - zwei potentielle Quaker weniger...