Autor Thema: Insekten - Insektensterben  (Gelesen 2134 mal)

ralf neugebauer

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Re: Insekten - Insektensterben
« Antwort #15 am: 12. April 2018, 04:15:57 »
Habe Fotos aus dem Internet gewählt. Inzwischen hat auch die erste Biene das Hotel entdeckt und belegt die erste Zelle. Ich hoffe, es werden noch mehr Bienen folgen...
Danke,
jetzt kann ich mir darunter etwas vorstellen. ;D!

Michael.Kiessling

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Re: Insekten - Insektensterben
« Antwort #16 am: 12. April 2018, 04:36:45 »
das ist ein Thema welches mich richtig krank macht- die Naturblindheit und Gleichgültigkeit derer gegenüber von Bauern finde ich unerträglich- besonders schäbig finde ich kranke Subventionen unserer Politik dieses Dilemma auch noch massiv auszuweiten. Das anfänglich wirklich ökologisch sinnvoll gedachte Prinzip der Biogasanlagen wurde von vielen schamlos ausgenutzt und bis ans letzte ausgereizt, das MUSS umgehend korrigiert werden. Es kann nicht sein, dass durch Maiswüsten nicht nur Böden sondern auch das Trinkwasser dauerhaft geschädigt werden. Besonders krank finde ich die Tatsache, dass oftmals der Mais viele km von dazu gepachteten Ländern oder sogar aus Polen(!) hergekarrt werden. Naturverachtender und habgieriger kann man nicht mehr wirtschaften, die Landwirte brauchen sich nicht zu wundern, dass sie einen so schlechten Ruf genießen- desweiteren gehört endlich biologische Landwirtschaft besser gefördert und nicht mit krankhaften (gewollten) Regeln gebremst, lediglich um dem massiven Einfluss der Pflanzenschutzmittellobby und Düngemittelindustrie einen Gefallen zu tun. Lebensmittel gehören regional angebaut und nicht in der Welt spazieren gefahren. All diese Subventionen gehören gestrichen- jemand der seinen Boden und die Natur zerstört gehört nicht gefördert sondern sollte bestraft werden! Es macht mich unendlich traurig wie karg es mittlerweile in unserer Natur geworden ist- es gibt keine Blumenwiesen mehr weil der Bauer meint er müsse 5-7x im Jahr mähen- umso mehr sehe ich es als meine Verpflichtung zumindest im eigenen Garten kleine Oasen zu schaffen. Hier schwärmen noch Schmetterlinge, Wildbienen...umher, auch Grillen sind hier sehr aktiv und eine Wohltat für meine Ohren. Es schwirren Libellen um unseren Teich- es sollte sich einmal jeder an der eigenen Nase packen und überlegen was er dazu beiträgt- ich habe z.B. kein eigenes Auto,wir leben in einem Passivhaus (selbst das hat hier unendlich viel Nerven und Überzeugungskraft gekostet) kaufe soweit es geht regional und Bio ein, sehr wenig Fleisch. Rasen ist für mich undenkbar, da kann ich gleich einen Plastikteppich verlegen- Urlaub fahren wir aus Überzeugung nicht, besonders Luxusdampfer sind DIE Dreckschleudern schlechthin, aber das alles interessiert nur eine winzige Randgruppe der Bevölkerung. Wichtig ist der dicke SUV vor der Haustür, 3x im Jahr in Urlaub...da fehlt es noch himmelweit, sonst würden die Wahlergebnisse aber richtig anders aussehen. Ja, ich bin stolz auf das alles hier, aber nicht nur in unserem Ort wohl die absolute Ausnahme, die Wirklichkeit sieht leider richtig mies aus. Und es wird sich wohl auch weiter nicht groß etwas ändern, solange es Parteien immer wieder schaffen mit Lügen und falschen Versprechungen ihre Wähler einzufangen- die das alles auch noch glauben. Einzig und alleine die Wirtschaft zählt, für die Natur bleibt da nicht viel- die Konsequenzen müssen alle tragen-
Standort Oberbayern, Chiemgau, 550m Höhe, Klimazone 5-6, Schwerpunkt Kakteen, Kiesgarten, Exotenbereich, gesamt ca. 400m² Unterglas/Folie, 500m² Freifläche, Schwimmteich

Jörg Thiele

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Re: Insekten - Insektensterben
« Antwort #17 am: 13. April 2018, 06:31:04 »
Ich kann Michael nur beipflichten. Aber die Mentalität vieler ist doch "billig, billig und noch mal billig" und solange die so bleibt, wird sich nicht viel ändern.
Gute und umweltverträglich produziertes kostet nun mal etwas. Das sollten alle begreifen.

Jörg

Sabine Baumann

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Re: Insekten - Insektensterben
« Antwort #18 am: 14. April 2018, 00:09:55 »
Michael, das hast Du echt toll geschrieben.