Autor Thema: Frostschäden 2018  (Gelesen 1519 mal)

Pyxidanthera †

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1629
  • Westliches Rheinland Z 8a 99m üNN
Frostschäden 2018
« am: 05. M?RZ 2018, 16:52:21 »
Nachdem es seit 2 Tagen nicht mehr friert und der Boden hier weitgehend wieder offen ist, sieht einiges nicht ganz so schlimm aus, wie beim Frost befürchtet.
Wahrscheinlich ist es sowieso noch zu früh, um endgültiges zu sagen. Interessant wäre aber, wenn Ihr mal Eure Erfahrungen berichten könntet.


Hier haben die Frühlingsblüher den Frost erstaunlich gut überstanden. Selbst die Cyclamenblüten, die wie Matsch aussahen, sind zum Teil wieder ganz ansehnlich.

Ganz schrecklich sehen aber fast alle wintergrünen Farne aus. Entweder schlapp oder vertrocknet. Egal welche Gattung, sie sehen zum Erbarmen aus.
Ausnahme: Pyrrosia similis
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.    Albert Camus

Pyxidanthera †

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1629
  • Westliches Rheinland Z 8a 99m üNN
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #1 am: 06. M?RZ 2018, 14:17:12 »
Ganz stark eingetrocknet sehen auch die Gesneriaceen Ramonda, Haberlea, Jankaea und Jankaemonda aus. Da mache ich mir allerdings am wenigsten Sorgen. Die haben eine hohe Regenerationsfähigkeit im Hinblick auf Trockenheit.
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.    Albert Camus

wallu

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 243
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #2 am: 06. M?RZ 2018, 16:51:09 »
Ramonda und Haberlea sehen hier noch ganz gut aus, aber die Wulfenien direkt daneben sind komplett braun.

In den Staudenbeeten sind hunderte Primeln Matsch, auch praktisch alle Vergissmeinicht; die Goldlack haben nur noch welke Triebe, und alle nicht mit Reisig abgedeckten Salvias (sclarea, argentea, forskaohlei) sind auch hinüber. Gauras, Verbena bonariensis, Helleborus argutifolius und Delphinium staphisagria hatten keine Chance. Sämtliche Helianthemum-Arten sind gefriergetrocknet.

Im Gegensatz zu dem Eisfebruar 2012 haben aber die meisten Narzissen diesmal keinen Schaden genommen. Die Elfenkrokusse und Schneeglöckchen stehen da als wäre nichts gewesen. Auch einige Helleborusblüten haben überlebt. Euphorbia characias hat diesmal auch nur wenig Schaden genommen. Euphorbia myrsinites ist dagegen hin.

Die kommenden Wochen werden zeigen, was sonst noch gehimmelt wurde  :(.
Viele Grüße aus der Rureifel

cypripedium

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 200
  • Klimazone 7a , 215m über NN,südl. Westfalen
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #3 am: 07. M?RZ 2018, 09:36:29 »
Hier hat es augenscheinlich bes.die Cyclamen,die Primeln und die Fingerhüte erwischt.
Die Cyclamenblüten lagen alle zu Boden,inzwischen hat sich hier und da die ein oder andere Blüte wieder aufgerichtet,teils etwas zerzaust.Die Primeln sehen noch übel aus,total verfroren.Und die Fingerhüte sind Rosetten aus gekochtem Spinat.
Zu meinem Erstaunen blühen inzwischen wieder Krokusse.Alle,die in Blüte standen, waren hin.Jetzt zeigen sich hier und da neue,Nachblüten.
Die Kamelienblütenknospen hat es,je nach wie weit sie schon ausgetrieben waren,teils erwischt,sind schon braun.Die meisten sollen es wohl überstanden haben.
Ein Cistus ladanifer ist wohl hin.
Gruß Christoph

Pyxidanthera †

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1629
  • Westliches Rheinland Z 8a 99m üNN
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #4 am: 07. M?RZ 2018, 09:38:51 »
Die Wulfenien sehen bei mir gut aus, selbst meine geliebte Mini W. amherstiana ist unbeeindruckt. W. orientale hat etwas viel Sonne abbekommen und hat ein paar schlappe Blätter. Wie üblich, W. schwarzii sieht am besten aus. W. baldacci und W. carinthiana tun es hier sowieso nicht gut.

Omphalodes cappadocica sieht scheußlich aus. Ist nicht kaputt aber auch nicht gerade eine Zierde des Frühlingsgartens  ;)
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.    Albert Camus

Christoph Rohlfs

  • FG-Leiter
  • Held Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1326
  • Bonn 8a 140m ü NN
    • Der Steingärtner
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #5 am: 07. M?RZ 2018, 20:34:24 »
Nach 5 Tagen Abwesenheit habe ich heute alle Abdeckungen, Vliese u.ä. entfernt und bei einer ersten schnellen Kontrolle keine Totalschäden feststellen können. Natürlich gab es erfrorene Neutriebe z.B. an einigen Rosen, aber die werden sich berappeln.
Erfreulich war, dass einige der als nicht winterhart geltenden Pflanzen fast ohne Schäden waren:
Teucrium fruticans (nahe am Haus und unter Vlies)
Phlomis longifolia v. baylanica (unter Fichtenzweigen)
Helichrysum retortoides (unter Glasplatte)

Sabine Baumann

  • RG-Leiter
  • Held Mitglied
  • *
  • Beiträge: 691
  • Südbaden, Kaiserstuhl, 200m ü.d.M., WZ 7b
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #6 am: 08. M?RZ 2018, 01:12:59 »
Hier hab ich bisher auch keine nennenswerten Frostschäden entdeckt. Die Schneeglöckchen und Helleborus stehen da, als wäre nichts gewesen. Die Tiefsttemperaturen hier waren eine Nacht -9 Grad und eine Nacht -12 Grad. 

Pyxidanthera †

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1629
  • Westliches Rheinland Z 8a 99m üNN
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #7 am: 08. M?RZ 2018, 11:38:27 »
 :) :) :) Voller Freude gebe ich die Wiederauferstehung der Gattung Cheilanthes bekannt.  :) :) :)

Der komplette Verein sah so mausetot aus, dass ich gar keine Lust hatte, Aufnahmen zu machen. Nach ein paar frostfreien Tagen und Nächten und ein paar Litern Regen sehen zwar noch nicht alle Arten wie neu aus, aber keine mehr wie tot.

Auch die hohen Selaginella, die total eingetrocknet waren, sehen wieder gut aus.
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.    Albert Camus

Pyxidanthera †

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1629
  • Westliches Rheinland Z 8a 99m üNN
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #8 am: 30. M?RZ 2018, 17:59:23 »
Wallu berichtete, dass seine Wulfenien stark vom Frost beschädigt wurden.
Daraufhin befand ich, dass meine nichts abbekommen hätten.
Ich muss das korrigieren. W. x sündermannii scheint hin zu sein, ist nur noch Matsch.
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.    Albert Camus

Christoph Rohlfs

  • FG-Leiter
  • Held Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1326
  • Bonn 8a 140m ü NN
    • Der Steingärtner
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #9 am: 30. M?RZ 2018, 21:32:11 »
Wie schon gesagt gab es keine Katastrophen. Die stärksten Schäden und etliche Totalschäden bei -7°C gab es bei allen älteren Helianthemum. Die jungen Pflanzen daneben zeigten überhaupt keine Schäden. Gut, dass ich immer mal wieder Stecklinge gemacht habe.

Michael Conrad

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 44
  • Niederrhein (500 qm 7b-8a)
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #10 am: 31. M?RZ 2018, 09:40:16 »
Die Schäden bei -9 Grad hier waren moderat bzw. zu erwarten. So hat es die Stinkende Strohblume jetzt wohl getroffen, was auch nicht so schlimm ist. Die wunderschönen kleinen Blüten dieser hohen Pflanze konnten nicht den unangenehmen Geruch der Blätter wett machen.

Was wirklich schade ist, dass Rosa banksiae var. lutea dieses Jahr nicht blühen wird. Die bereits im Februar ausgetriebenen Knospen sind samt und sonders erfroren. Triebe sind unbeeindruckt, derzeit treiben die Blätter aus.

Nicht betroffen vom Frost sind göttinseidank die Blütenknospen diverser Arten an Strauchpäonien.

Bei Euphorbia characias werden wir teilweise auf den prächtigen Frühlingsaspekt verzichten, aber schau wer mal.

:)
Michael
Mäßigung ist eine gute Sache - jedoch nur in Maßen!

wallu

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 243
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #11 am: 05. April 2018, 17:27:19 »
Wallu berichtete, dass seine Wulfenien stark vom Frost beschädigt wurden.
Daraufhin befand ich, dass meine nichts abbekommen hätten.
Ich muss das korrigieren. W. x sündermannii scheint hin zu sein, ist nur noch Matsch.

Ich muß mich auch korrigieren - einige der Wulfenia carinthiaca treiben frisches Grün unter den verwelkten Rosetten.

Dafür sind wohl Alyssum wulfenianum und Alyssum montanum komplett hin. Desgleichen diverse heimische Alpine wie Astragalus alpinus, Parnassia palustris und Globularia cordifolia.

Wir hatten hier zwei Wochen Kahlfrost mit regelmäßig bis zu -12°C (eine Nacht -14°C).
Viele Grüße aus der Rureifel

Christoph Rohlfs

  • FG-Leiter
  • Held Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1326
  • Bonn 8a 140m ü NN
    • Der Steingärtner
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #12 am: 06. April 2018, 20:44:59 »
Meine 9 verschiedenen Thymiane sind alle arg betroffen. Normalerweise gibt es in jedem Winter ein paar Schäden an den Ausläufern, aber diesmal ist es mehr. Globularia repens ist zumindest scheintot. Vielleicht kommt noch was. Dryas octopetala bedeckt etwa 1 qm.. Da sind nur ein paar Triebe übrig. Das erlebe ich aber regelmäßig bei Kahlfrost.
Sanguinaria canadensis plena blüht sonst immer mit einem Dutzend Blüten. Bisher ist nur 1 kleines Blatt da.

Petra Vogt-Werner

  • RG-Leiter
  • Held Mitglied
  • *
  • Beiträge: 777
  • Regensburg, BY, 363m üNN, WHZ 7a
    • Link zu meinem Garten
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #13 am: 07. April 2018, 08:17:44 »
Oh weh, da fällt mir ein, dass ich von meinen vielen Sanguinarien auch noch kein Lebenszeichen gesehen habe :'( :'( :'(!
Liebe Grüße
Petra

Jörg Thiele

  • Held Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 82
  • Sachsen - Dresden/Stadtteil Leutewitz ca. 130m ü.N
Re: Frostschäden 2018
« Antwort #14 am: 07. April 2018, 17:20:50 »
Bisher konnte ich noch keine Frostschäden feststellen. Aber die einige Kräuter sehen nicht besonders gut aus.

Jörg