Autor Thema: Pfirsich  (Gelesen 926 mal)

Christoph Rohlfs

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Pfirsich
« am: 11. April 2018, 20:25:37 »
Vor vielen Jahren habe ich bei einer Radtour an der Mosel Weinbergpfirsiche von der Straße aufgelesen und zu Hause ausgesät. Daraus entstanden viele verschiedene Typen (der Weingergpfirsich fällt nicht echt) , vom fast normalen Pfirsich, nur etwas kleiner , über ein schrecklich krankheitsanfälliges nektarinenähnliches Bäumchen bis zu quasi echten Weinbergpfirsichen mit dunkelrotem Fleisch und grauer pelziger Haut. Letzterer roh nur eingeschränkt zu genießen, aber als Kompott  oder zu Eis verarbeitet unübertrefflich, oder höchstens dann noch besser, wenn man einpaar Tropfen vom Saft in Sekt gibt.
Ein toller Nebeneffekt sind die Riesenblüten (Durchmesser etwa 1 Euro), die im Moment häftig bestäubt werden. 1 Baum brachte vor 2 Jahren etwa 700 Früchte, letztes Jahr wegen des Frostes in der Blüte nur ein Dutzend. Da mussten wir den Sekt ohne Saft trinken.
« Letzte Änderung: 30. August 2018, 21:26:13 von Christoph Rohlfs »

Christoph Rohlfs

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Re: Pfirsich
« Antwort #1 am: 30. August 2018, 21:26:01 »
Jetzt kann ich zeigen, was aus den Blüten vom April geworden ist. Das erste Bild zeigt einen Baum mit normalfarbigen Früchten, die aber viel aromatischer und auch saurer als das, was man kauft, schmeckt. Auch mein `Kernechter vom Vorgebirge´schmeckt süßer.  Aus etwa 200 Früchten vom Baum auf dem 1. Foto habe ich gerade Wein angesetzt. Mehr als 3 Stück pro Tag kann ich davon nicht essen und Saft und eis haben wir auch schon gemacht. Und bald sind Baum 2 und 3 mit etwa 1000 allerdings kleineren Früchten reif. Sie färben sich langsam innen dunkelrot, bei einem Baum grau-grün, beim anderen dukelrot-grau.. Die Schale ist pelzig. Hier handelt es sich um fast echte Weinbergpfirsiche.  Alle Bäume stammen vom gleichen Mutterbaum, einem echten Weinbergpfirsich von der Mosel. Eine andere Tochterpflanze entpuppte sich als fast reine Nektarine, allerdings furchtbar anfällig für alle Krankheiten, die Pfirsichbäume haben können. Den Baum habe ich längst gefällt.

Sabine Baumann

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Re: Pfirsich
« Antwort #2 am: 23. Oktober 2018, 19:08:09 »
Ich hatte bis vor kurzem zwei Weinbergpfirsiche. Einen hat das Gewicht der diesjährigen Wahnsinnsernte in Schräglage gebracht, so dass wir ihn nach der Ernte gefällt haben. Das war der hellfrüchtige. Er war sehr aromatisch und gleichzeitig auch schön süß.
Der andere ist ein roter Weinbergpfirsich, wie Du ihn auch beschreibst, Christoph. Er hat tatsächlich ein tolles Aroma, aber 'so essen' kann man ihn wirklich nicht. Ich verarbeite die Ernte zum großen Teil als einsterilisierte 'Pfirsiche in Weißwein'. Das ist der Renner. Natürlich wird der Saft durch die Fruchtfarbe tiefrot... Willst Du das Rezept?

Jörg Thiele

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Re: Pfirsich
« Antwort #3 am: 24. Oktober 2018, 04:47:00 »
Ich habe bisher alle Pfirsischbäume durch Spätfröste, die in unserer Gegend üblich sind verloren und deshalb aufgegeben. Bei meinem Nachbarn ist in diesem Jahr der Pfirsischbaum unter der Last der vielen Früchte zusammengekracht.

Jörg

Christoph Rohlfs

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Re: Pfirsich
« Antwort #4 am: 26. Oktober 2018, 20:13:29 »
... Willst Du das Rezept?
Danke für das Angebot, aber wir haben schon vieles ausprobiert mit den dunklen Weinbergpfirsichen. Pfirsichwein, Pfirsicheis, eingeweckte Pfirsiche, dieses Jahr erstmals Pfirsichlikör. Alles sehr köstlich.
Die Früchte vom hellfrüchtigen Baum kann man sehr gut roh essen. Die dunklen schmecken nicht unbedingt. Die sollte man w.o. verarbeiten.
Kerne vom dunkelfrüchtigen habe ich wieder in die Samentauschaktion gegeben. Sie keimen sehr gut. Ich hätte für Interessenten aber auch immer wieder mal spontan aufgelaufene Sämlinge.